KI-Agenten & Governance · Dr. Holger Reibold
Das OpenClaw-Handbuch
Persönliche KI-Agenten selbst hosten, absichern und compliant betreiben
Das E-Book ist im Preis des Hardcovers enthalten.
Worum es geht
Ein Chat-Assistent gibt Antworten. Ein Agent handelt: Er liest Ihre Dateien, durchsucht das Web, ruft Programme auf, schreibt E-Mails, fragt Datenbanken ab. Das macht ihn nützlich – und zu etwas grundlegend anderem als ein Chatfenster. Denn alles, was ein Agent tun kann, kann er auch falsch tun, und alles, worauf er zugreift, kann jemand anderes ihm unterschieben.
Dieses Buch führt durch den Aufbau eines eigenen Agenten: Installation, Konfiguration, das Anbinden der Werkzeuge, mit denen er arbeitet. Es bleibt aber nicht bei der Einrichtung stehen. Der größere Teil behandelt, was danach kommt – wie man Berechtigungen so schneidet, dass ein Fehlverhalten begrenzt bleibt, welche Angriffe auf handelnde Agenten tatsächlich funktionieren, und was passiert, wenn ein solcher Agent nicht mehr nur privat läuft, sondern im Unternehmen.
Der letzte Teil beantwortet die Frage, die in der Agentenliteratur meist fehlt: Was löst ein selbst betriebener KI-Agent regulatorisch aus? EU AI Act, DSGVO, ISO 42001 – mit einer nüchternen Zuordnung, einschließlich der Stellen, an denen keine Pflicht entsteht, auch wenn das oft anders dargestellt wird.
Schwerpunkte
01
Agenten-Grundlagen: Modell, Werkzeuge, Gedächtnis, Schleife
02
Selbst hosten: Installation und Konfiguration Schritt für Schritt
03
Werkzeuge anbinden – Dateien, Terminal, Web, E-Mail, Datenbanken, APIs
04
Berechtigungen, Sandboxing und geringste Rechte im Agentenbetrieb
05
Prompt Injection und andere Angriffe auf handelnde Agenten
06
Fünf ausgearbeitete Praxisbeispiele mit vollständiger Konfiguration
07
Einordnung nach EU AI Act, DSGVO und ISO 42001
08
Protokolle so führen, dass sie im Audit tragen
Aus dem Inhalt
Für wen das Buch geschrieben ist
Für technisch versierte Anwender, die einen eigenen Agenten betreiben wollen, statt ihre Daten einem fremden Dienst zu überlassen. Für Administratoren, in deren Netz solche Agenten auftauchen – ob genehmigt oder nicht – und die wissen müssen, was das bedeutet. Und für Verantwortliche, die eine Richtlinie dazu brauchen und dafür erst einmal verstehen müssen, worüber sie entscheiden.
Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse in der Kommandozeile. Erfahrung mit Sprachmodellen ist hilfreich, aber nicht nötig.
Was dieses Buch von anderen unterscheidet
Die meisten Bücher über KI-Agenten hören auf, wenn der Agent läuft. Hier beginnt ab Kapitel 6 der eigentliche Teil: Rechte, Angriffsflächen, Protokollierung, Nachweisführung. Das ist der Unterschied zwischen einem Agenten, der beeindruckt, und einem, den Sie auch dann noch betreiben können, wenn jemand nachfragt, was er eigentlich tut.